Was
bedeutet Sonographie?
Sonographie ist die Bezeichnung für
die Ultraschalluntersuchung des Körpers, etwa der Bauchorgane, der
Schilddrüse oder der Beinvenen. Mittels Ultraschall lassen sich zum
Beispiel Gallen- oder Nierensteine, Veränderungen an Leber und Milz, aber
auch Vorgänge am Darm darstellen. Im Gegensatz zum Röntgenbild ist die
Untersuchung dabei mit keiner Strahlenbelastung verbunden.
Was
bedeutet Endoskopie?
Endoskopie bedeutet im Allgemeinen
"Hineinsehen", d.h. die Untersuchung von im Körperinnern liegenden Organen
mit Hilfe von "Endoskopen"; im Endoskopiezentrum des Medizinischen
Zentrums geht es im Besonderen um die Untersuchung des Magen-Darm-Traktes.
Das verwendete Endoskop bietet neben der Kamera zur Begutachtung auch die
Möglichkeit zur Probenentnahme oder Blutstillung etc.. Alle endoskopischen
Untersuchungen im Endoskopiezentrum werden in der Regel unter
einer kurzen Narkose durchgeführt. Im Falle einer Magenspiegelung
(Gastroskopie) erfolgt die Begutachtung und ggf. auch Therapie an
Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Die Darmspiegelung
(Koloskopie) erfolgt nach Vorbereitung mittels Darmreinigung zum Beispiel
als Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung, zur Polypenabtragung oder
Blutstillung. Seit einigen Jahren ist es möglich, auch den Dünndarm
endoskopisch zu untersuchen. Dabei steht neben der Dünndarmspiegelung am
Endoskopiezentrum auch die Kapselendoskopie zur Verfügung, bei der eine
kleine Videokapsel wie eine Tablette geschluckt wird und fortlaufend
Bilder aus dem Magen-Darm-Trakt an ein Empfängergerät sendet. Die
Auswertung dieser Bilder erlaubt später Aussagen über z.B. Blutungen oder
Tumore insbesondere im Bereich des Dünndarms. Das Endoskopiezentrum
Lüneburg zählt zu den wenigen Ausbildungszentren für Dünndarmdiagnostik in
Deutschland. Mittels weiterer endoskopischer Techniken ist beispielsweise
eine Darstellung der Gallengänge (ERCP) oder eine endoskopische
Ultraschalluntersuchung (Endosonographie) möglich, welche einen Blick
hinter die Darmschleimhaut erlaubt.
In welchem
Fall wird eine endoskopische Untersuchung
erforderlich?
Endoskopische Untersuchungen am
Magen-Darm-Trakt erfolgen unter anderem bei Verdacht auf eine dortige
Blutung, zur Abklärung von Bauchschmerzen und Veränderungen des Stuhlgangs
(Verstopfung, Durchfall) oder bei Verdacht auf eine Tumorerkrankung.
Besteht der Verdacht auf einen Verschluss der Gallengänge, etwa durch
einen Gallenstein, kann dieser meist im Rahmen einer Gallenwegsspiegelung
(ERCP) behoben werden. Ob und wann eine endoskopische Untersuchung
erforderlich ist, bespricht Ihr Hausarzt oder die Ansprechpartner des
Endoskopiezentrums gerne mit Ihnen.
Welche Risiken gibt
es?
Endoskopische Unterschungen werden von der
überwiegenden Mehrzahl der Patienten sehr gut vertragen. Zudem lässt sich
in vielen Fällen durch eine Endoskopie eine Operation vermeiden. Wie alle
medizinischen Verfahren bestehen einige Risiken, deren Auftreten jedoch
selten ist. So kann es prinzipiell zu Blutungen kommen, etwa bei der
Entnahme von Gewebeproben. Diese sind nur sehr selten ausgeprägter und
können meist während der Untersuchung gestillt werden bzw. enden spontan.
Andere Risiken wie die Verletzung von Organen treten nur in sehr seltenen
Fällen auf. Eine Darmspiegelung ist beispielsweise ab einem Alter von etwa
55 Jahren als Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung empfohlen, woran sich die
Sicherheit dieser Untersuchungen gut einschätzen lässt.
Wie erfolgt die
Vorbereitung auf eine endoskopische Untersuchung?
1) Magenspiegelung, Gallenwegspiegelung,
Endosonographie
Ab 18.00 Uhr des Vortages sollten Sie keine
feste Nahrung mehr zu sich nehmen, am Morgen der Untersuchung dürfen Sie Wasser
trinken, jedoch keinen Kaffe oder Milchprodukte. Die Einnahme von
Medikamenten sollten Sie mit Ihrem Hausarzt oder den Ansprechpartnern des
Endoskopiezentrums im Vorfeld besprechen.
2) Dickdarmspiegelung, Dünndarmspiegelung,
Kapselendoskopie
Um eine ausreichende Sicht auf die
Schleimhaut des Dünn- und Dickdarmes zu gewährleisten, ist für diese
Untersuchungen die Vorbereitung erforderlich. Diese erfolgt
mittels einer Darmreinigungslösung, welche Sie über Ihren Hausarzt
oder das Endoskopiezentrum im Rahmen des Vorgespräches bekommen.
Informationen zur Vorbereitung finden Sie hier: ![]()
Was
passiert nach der Untersuchung?
Sollten Sie im Rahmen eines stationären
Aufenthaltes am Endoskopiezentrum untersucht werden, erfolgt die
Überwachung nach der Untersuchung in der Regel auf der Station des
Klinikums.
Patienten, die ambulant am
Endoskopiezentrum untersucht werden, steht ein großzügiger Aufwachbereich
zur Verfügung, in dem Sie sich von der Untersuchung erholen können. Einige
fotografische Eindrücke finden Sie hier.
Wie komme ich zum Endoskopiezentrum
Anreiseinformationen finden sie auf
unserer Anfahrt-Seite.
Bitte beachten Sie, dass Sie für viele der
endoskopischen Untersuchungen eine kurze Narkose erhalten, welche Ihre
Fahrtüchtigkeit in den folgenden 24 Stunden einschränken kann. Bitte
lassen Sie sich daher zur Untersuchung bringen und abholen oder benutzen
Sie öffentliche Verkehrsmittel und Taxis.
Gibt es
Informationsveranstaltungen am Endoskopiezentrum?
Nähere Informationen zu Veranstaltungen
des Endoskopiezentrums finden Sie hier.